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04.10.2018
Marina Kara
Land Berlin, Hausverwaltung: BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH)
Kruppstr. 14 A, 10557 Berlin


Am 8.11.2015 trug ich in den Leerstandsmelder folgendes Objekt ein: „Das Gebäude befindet sich in Verwaltung der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) und könnte wunderschön - so wie eines der Nachbargebäude in ähnlicher Bauart - renoviert und als Wohnen für alle, insbesondere auch für Flüchtlinge hergerichtet werden. Es liegt unmittelbar am Fritz-Schloß-Park in Moabit. Seit Juni 2015 prüft die Senatsverwaltung für Bildung, ob es ab 2020 als Schulstandort geeignet sein könnte...“


Schon zu diesem Zeitpunkt stand das stattliche Gebäude etliche Jahre leer. Wie einfach hätten sich geflüchtete Familien aus Syrien oder Afghanistan dieses Haus herrichten können, zusammen mit den vielen aktiven Vereinen, die es in unmittelbarer Nachbarschaft gibt und unter Oberaufsicht der BIM. Auch die Gesetzeslage hätte es hergegeben, diese stattliche Immobilie zwischenzunutzen. Stattdessen ließ man ca. 250 Asylsuchende in einer provisorischen Traglufthalle ein paar hundert Meter weiter auf einem Sportplatz unterbringen und bezahlte dafür hohe Standmiete und Tagessätze.


Bezirk, BIM und Senatsverwaltung schieben sich seit Jahren gegenseitig die Bälle zu und es passiert nichts, außer dass Kosten für Security und Steuern auflaufen und die vielen Parknutzer*innen kopfschüttelnd daran vorbeigehen.


Für mich ist das ein Beispiel sträflicher Vernachlässigung des Artikels 14, Absatz 2 Grundgesetz „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Dieser wichtige Leitsatz gilt nicht nur für private Eigentümer, sondern auch für die öffentliche Hand, finde ich!
 

Siehe auch: www.leerstandsmelder.de/berlin/grosses-backsteinhaus-teilweise-verputzt-afd61