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05.07.2020
Marina Kara
auch Strabag Gruppe? Hausverwaltung: Strabag Residential Property Services GmbH, Berlin (vormals GSW Betreuungsgesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau mbH über GSW Immobilien AG)
Perleberger Str. 28, 10559 Berlin

Perleberger Str. 28, 10559 Berlin

„Zur Erinnerung: Im Jahr 2004 verkaufte der Senat aus SPD/PDS die 65.000 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft GSW an die „Heuschrecken“ Whitehall und Cerberus, für 2 Milliarden Euro. Damit sollte der Berliner Haushalt saniert werden.“ Siehe auch Artikel von Werner Rügemer.


2012 versuchten Mitglieder des Abgeordnetenhauses von damaligen Oppositionsparteien wie Katrin Schmidberger, Bündnis 90 / Die Grünen, Oliver Höfinghoff von der Piratenpartei, sowie Katrin Lompscher, heute Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen in der Anhörung im Bauausschuss Antworten auf die Probleme der Mieter*innen in den ehemaligen GSW-Häusern in Berlin zu erhalten und forderten einen Untersuchungsausschuss zum GSW-Verkauf. Dieser steht bis heute aus.


Historiker*innen sollten sich mit diesem traurigen Kapitel von Berlin näher beschäftigen. Denn heute muss das hoch verschuldete Berlin die ehemaligen landeseigenen Häuser aus GSW-Beständen teilweise wieder teuer zurückkaufen, um die Bewohner*innen darin vor Wuchermieten zu schützen.


Im sogenannten „Engelhaus“ gleich nebenan in der Perleberger Str. 29 „entschweben die Mieter. Modernisierungsankündigungen, reale Baumaßnahmen, und Schikanen aller Art.“ Diese Geschichte wurde bereits 2013 auf der „Moabit crowdmap“ veröffentlicht. Initiativen wie der "Runde Tisch gegen Gentrifizierung" oder "Wem gehört Moabit" beteiligen sich an der Dokumentation und stehen als Ansprechpartner für all jene bereit, die Mietsteigerungen und Verdrängung auch praktisch verhindern wollen.