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04.09.2019
Eva Jenke *
Calvin Palais GmbH, Berlin, Geschäftsführer: Alessandro Gelli, Luigi Giannuzzi Savelli, c/o ACTIMO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin. Hausverwaltung: IBCI (Cornelia und Dirk Israel), Brandenburgische Str. 24, 10707 Berlin
Paulstr. 23, Flemingstr. 9, 10557 Berlin

Paulstr. 23, Flemingstr. 9, 10557 Berlin
Paulstr. 23, Flemingstr. 9, 10557 Berlin

Ich bin langjährige Mieterin in der Paulstr. 23 und suche Informationen zu folgender Problematik:

  1. Der Gebäudekomplex Paulstr. 23 / Flemingstr. 9 hat in den letzten Jahren bereits 3 x den Eigentümer gewechselt. Nicht ungewöhnlich. Ein vierter Verkauf soll bevorstehen.
  2. Das neu ausgewiesene Milieuschutzgebiet Tomasiusstr. endet leider auf der anderen Straßenseite. Niemand weiß warum, die Gutachten geben keinen Aufschluss.
  3. Der aktuelle Eigentümer, eine windige Firma namens Calvin Palais GmbH mit Sitz in der Fasanenstraße, personell verwoben mit einer Firma namens Auriga Berlin GmbH (vormals SAGE Berlin GmbH), scheint nicht das geringste Interesse an den Häusern zu haben. Wahrscheinlich ging es nur ums schnelle Geld. Leider nicht ungewöhnlich. Die Kapitalausstattungen beider Firmen sind minimal und überhaupt nicht geeignet, Immobilien zu erwerben oder instand zu halten.
  4. Beide Häuser werden systematisch entmietet (das Übliche: zuerst Kündigung aller Gewerbemieter, dann Schikane der normalen Mieter mit Abmahnungen, Modernisierungsankündigungen, Begehungswünschen etc....)
  5. Seit Jahren stehen mittlerweile mehr als die Hälfte der Wohneinheiten leer und von diesen wiederum wird ein Teil gewerblich über AirBnB vermietet. Die betreuende Person macht überhaupt kein Hehl daraus, mit den Eigentümern verbandelt zu sein.

Seit Jahren haben wir die Leerstände und Zweckentfremdungen samt Beweismitteln an immer neue Zuständige im Bezirksamt gemeldet. Geschehen ist: Nichts, zumindest nichts Sichtbares. Parallel dazu hat eine Mieterin aus dem Nebenhaus die dortigen Leerstände und Zweckentfremdungen samt Beweismitteln an eine dafür zuständige Stelle beim Senat gemeldet. Geschehen ist: nichts. Der Mieterin wurde eine Auszugsprämie von 25 Riesen angeboten.


Da es sich bei den Eigentümern nicht um "große Fische" handelt, sondern eher um junge Männer auf der Suche nach dem schnellen Geld, die weder richtig Deutsch können noch mit den Gesetzen besonders vertraut sind, fragen wir uns mittlerweile (d.h. die wenigen verbliebenen Mieter), wer diese Personen wohl aus welchen Gründen protegiert und warum so ein absolutes amtliches Desinteresse an der Beendigung des Leerstandes besteht.


Deshalb stellen wir jetzt eine Kleine Anfrage über einen Bezirksverordneten und hoffen, dass sie Licht ins Dunkle des Bezirks Mitte bringt.


* Name geändert