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12.04.2020
Marina Kara
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin. Verwaltung: „Berliner Schulbauoffensive“ (BSO)
Paul-Junius-Straße 25-27, 10369 Berlin

Paul-Junius-Straße 25-27, 10369 Berlin
Paul-Junius-Straße 25-27, 10369 Berlin

Der Stadtplaner Georg Balzer schrieb im ‚Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Fennpfuhl 2007‘ noch: „Für den Schulstandort der Olof-Palme-Oberschule Paul-Junius-Str. 25/27 ist 2009 die Aufgabe vorgesehen. Derzeit wird das Gebäude durch die Behindertenschule zwischengenutzt und soll nach deren Verlagerung zurückgebaut werden. Der Sportplatz am Standort ist saniert; daher bietet sich hier nach dem Rückbau der Gebäude der Ausbau der Flächen zu einem Sportkomplex an. Es wird vorgeschlagen, den Standort durch die zusätzliche Errichtung eines Kleinspielfeldes mit erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen zu erweitern. Die Nachfrage nach den sanierten Sportflächen im Gebiet ist sehr groß, so dass von einem weiteren Bedarf ausgegangen werden kann.“


Zum Glück wurde die Schule nicht „rückgebaut“, sprich abgerissen. Zeiten können sich schnell ändern und „Graue Energie“ wird oft zu vorschnell vernichtet. Beton und Stahl haben bereits eine große Energiemenge und CO2 in der Herstellung, beim Transport und im Bau selbst gebunden. Deshalb ist eine behutsame Sanierung und Ergänzung eines solchen Gebäudes sinnvoller als der Abriss.


2016/2017 gab es erste Ideen, am weitestgehend leerstehenden Standort der früheren Olof-Palme-Oberschule in Lichtenberg, Friedrichshainer Kindern aufzunehmen, weil dieser angrenzende Bezirk aus allen Nähten platzte.


Inzwischen steht fest, dass die ehemalige Olof-Palme-Oberschule im Rahmen der sog. „Berliner Schulbauoffensive“ (BSO) für rund 25 Millionen Euro von Grund auf instandgesetzt und wieder in Betrieb genommen werden soll. Die bestehenden miteinander verbundenen Schulgebäude in „SK-Bauweise“ (Stahlbeton-Skelett) werden komplett entkernt und für die schulische Nutzung saniert. Mit einem Erweiterungsbau sollen Flächen für eine Mensa einschl. Küche und einen Mehrzweckraum geschaffen werden und nach seiner Fertigstellung barrierefrei sein. Entstehen soll eine Integrierte Sekundarschule (ISS) mit sechs Klassen je Klassenstufe.


Beauftragte Architekten sind Numrich, Albrecht, Klumpp, zusammen mit den Tragwerksplanern Pichler Ingenieure; geplante Fertigstellung 2022. Zu hoffen bleibt, dass sie gemeinsam die wunderbaren Details dieses ostmodernen Baus wertschätzen und weitestgehend erhalten können.