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20.06.2026
Marina Kara
Ev. Friedhofsverband Berlin Stadtmitte Region Nord
Dietzgenstraße 130, 13158 Berlin

Dietzgenstraße 130, 13158 Berlin-Rosenthal

„Der Friedhof Frieden-Himmelfahrt (ursprünglich zwei Friedhöfe: Frieden und Himmelfahrt) ist der mittlere der Evangelischen Friedhöfe Nordend in Berlin-Pankow. Alle drei Friedhöfe zusammen – Gethsemane, Frieden-Himmelfahrt und Zion – umfassen eine Fläche von 44,5 ha und sind somit der größte zusammenhängende Friedhof im nördlichen Berlin.“ * Sie bilden einen wunderschönen Naturraum, der im Nordosten durch den sog. „Nordgraben“ abgegrenzt ist, der die Panke mit dem Tegeler See verbindet.


Am 6. Oktober 2025 gab der Bezirk Pankow den Start der Beteiligung der Öffentlichkeit für den Bebauungsplan 3-85 „Dietzgenstraße – Nordend“ bekannt und wies auf eine Infoveranstaltung am 14.10.2025 hin.


Es soll Planungsrecht für 260 Wohnungen entstehen. „Die Aufstellung des Bebauungsplans 3-85 „Dietzgenstraße – Nordend“ hatte das Bezirksamt Pankow am 24. Juni 2025 beschlossen. Auf den zum Großteil brachliegenden Wirtschaftsflächen einer ehemaligen Gärtnerei der Friedhöfe Nordend parallel zur Dietzgenstraße soll Planungsrecht für ca. 260 Neubauwohnungen geschaffen werden. Die gärtnerische Pflege und Unterhaltung nicht mehr benötigter Friedhofsflächen verursacht erhebliche, meist nicht durch Einnahmen gedeckte Kosten. Die Umnutzung nicht mehr benötigter Friedhofsflächen bietet daher die Chance, dringend benötigten Wohnungsneubau zu realisieren und die Pflege der Freiflächen langfristig abzusichern bzw. neue Freiraumnutzungen zu entwickeln.


Die Wohnungen sollen durch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft errichtet werden. Durch die Anwendung des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung ist sichergestellt, dass mindestens 30 Prozent der Geschossfläche der Mietwohnungen für Menschen mit geringeren Einkommen vorgesehen sind. Zusätzlich ist beabsichtigt, die aus dem Wohnungsneubau resultierenden Bedarfe für die soziale und grüne Infrastruktur zu realisieren, einschließlich erforderlicher Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.“ (Quelle: www.berlin.de)


Ein Jahr später sieht das Areal noch gänzlich unberührt und romantisch aus und man darf gespannt sein, wie die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften mit dem alten wertvollen Baumbestand ab Herbst 2026 umgehen werden. Offenbar ist bis heute bei den politisch Verantwortlichen die Botschaft nicht angekommen, dass versiegelte Flächen priorisiert bebaut bzw. umgebaut werden sollten. Bevor man in die unversiegelten Naturräume geht. Die Toten können sich gegen diese Vorgehensweise nicht mehr wehren. Und die alten Bäume auch nicht. 


Rund um den S-Bahnhof Pankow Heinersdorf geht es jedenfalls nur sehr langsam voran. Bis heute steht dort keine einzige bezahlbare Wohnung, obwohl das ca. 250.000 m² große Areal bereits im Jahr 2009 von Investor Krieger gekauft wurde. Derweilen lässt das Unternehmen die Baudenkmale wie den Ringlokschuppen dort verfallen. Mehr lesen... 


Quelle: * EVFBS