Anfang des Jahres 2023 meldete die M-Port Optima Office Center GmbH die Planung eines Hochhauses mit einer Büro- und Gewerbefläche von rund 32.000 m2 für den nördlichen Stadtrand der Europacity, direkt neben der Perleberger Brücke Richtung Fennstraße; die Fertigstellung war für Ende 2025 / Anfang 2026 anvisiert.
Drei Jahre später ragt nun ein Sockelgeschoss mit vorgefertigten Beton-Bögen und in einem Teil auch zwei bis drei Stockwerken darauf empor. Ein kleines Wunder, dass angesichts des zunehmenden Büroleerstandes entlang der Heidestraße jemand den Mut besitzt, weiteren potentiellen Leerstand zu produzieren.
Lange war der Blick nach unten von der Brücke ein Blick in ein tiefes Loch mit viel Stahlbewehrung und Betonwänden. Wie so oft wurden die Schwierigkeiten für eine solide Statik im Berliner Untergrund direkt neben der Bahnstrecke und dem Wasser wahrscheinlich unterschätzt. Jedenfalls soll das „Port One Berlin“ insgesamt 14 Geschosse in die Höhe wachsen. Der verantwortliche Architekt Tobias Nöfer entwickelte für die wechselnden Konzepte über die Jahre einen Stilmix, der das Hochhaus für den Plattformpreis der fragwürdigsten Architektur positionieren könnte. Die Fertigstellung ist nun für Mitte 2027 geplant, was angesichts der Baustelle etwas ambitioniert klingt.